AI ACT
EXECUTIVE
READINESS.
Die Managementarbeit beginnt nicht mit Paragraphen, sondern mit Klarheit über Systeme, Rollen, Risiken und Nachweise.
Management Summary
Wer nicht weiß, wo KI wirkt, kann weder Pflichten noch Wert verlässlich steuern.
Seit dem 2. August 2026 gelten weitere zentrale Regeln und Transparenzpflichten des EU AI Act; zugleich hängen konkrete Anforderungen weiterhin von Rolle, Systemtyp und Nutzungskontext ab. Executive Readiness bedeutet deshalb: Transparenz herstellen, Verantwortlichkeit festlegen, offene Rechtsfragen sichtbar machen und operative Nachweise führen.
Fünf Arbeitsstränge
WAS JETZT
BETRIEBSFÄHIG SEIN MUSS.
Die Reihenfolge ist bewusst praktisch: Ohne Inventar und Rollenklärung bleibt jede Detailprüfung fragmentarisch.
Systemtransparenz
Alle relevanten Eigenentwicklungen, Anbieterprodukte und eingebetteten KI-Funktionen mit Zweck, Owner und Status erfassen.
Rollenklärung
Je System prüfen, ob das Unternehmen Anbieter, Betreiber oder eine andere Rolle einnimmt – und wer diese Einschätzung verantwortet.
Risiko & Kontext
Einsatzbereich, Betroffene, Entscheidungseinfluss und potenziellen Schaden vor der Detailprüfung dokumentieren.
Transparenz
Mensch-KI-Interaktion und synthetische Inhalte auf mögliche Kennzeichnungs- und Informationspflichten prüfen.
AI Literacy
Kompetenzmaßnahmen nach Rolle, Nutzungskontext und Risiko ausrichten und ihre Durchführung nachweisbar machen.
Board-Fragen
Entscheidungsreife
- Welche produktiven Systeme haben keinen bestätigten Owner?
- Wo ist die regulatorische Rolle noch offen?
- Welche Nutzung kann Betroffene wesentlich beeinflussen?
- Welche Kontrolle existiert nur auf dem Papier?
Mindestnachweis
Belegbarkeit
- Registereintrag und letzte Prüfung
- Rollen- und Risikoeinschätzung
- Transparenz- und Aufsichtskonzept
- Rollenbezogene Kompetenzmaßnahme
30-Tage-Board
VON DER LÜCKE ZUR ENTSCHEIDUNG.
- Tag 01–07
Inventar schließen
Systeme, Owner, Zweck, Anbieter und Nutzungskontext in ein gemeinsames Register bringen.
- Tag 08–14
Rollen & Risiken triagieren
Regulatorische Rolle, mögliche Risikokategorie, Betroffene und offene Einstufungsfragen festhalten.
- Tag 15–21
Kontrollen belegen
Transparenz, Aufsicht, Logging, Kompetenz und Eskalation mit vorhandenem Nachweis verbinden.
- Tag 22–30
Entscheidungen treffen
Lücken priorisieren, Owner und Frist setzen; unklare oder unkontrollierte Nutzung begrenzen.
Primärquellen
WEITERPRÜFEN.
Für Rechtslage und Auslegung sind die jeweils aktuellen amtlichen Quellen maßgeblich.